Schüler-Ruder-Club feiert 70-jähriges Jubiläum und kämpft weiter für ein neues Bootshaus
Gemeinsam mit dem Ruderclub des Felix-Hausdorff-Gymnasiums (ex EMA) feierte der Schüler-Ruder-Club des FEG 190 Jahre Schülerrudern, zu denen der SRC immerhin 70 beitrug.
Das Jubiläum war in zwei Veranstaltungen aufgeteilt: ein Fest am Freitag Abend 18. September im PZ des Friedrich-Ebert-Gymnasiums und ein bunter Nachmittag am Rhein am 19. am Bootshaus des Bonner Ruder-Vereins 1882.

Wesentlicher Teil der Veranstaltung in der Aula war eine Gesprächsrunde auf der Bühne mit den Vorständen der Schülerruder-Vereine, mit NRW Minister Nathanael Liminski und Bonns Oberbürgermeister Guido Déus und der ehemaligen FEG-Schülerin und SRC Vorsitzenden Valérie Viehoff, die im Jahr 2000 bei den olympischen Spielen in Sydney eine Silbermedaille erruderte. Schwerpunkt der Diskussion und des ganzen Abends war das Bemühen der Schülerruderer, endlich wieder ein Dach über den Kopf zu bekommen: Seit 2014 fehlt den Vereinen ein Bootshaus für die Ausübung ihres Sports.
Seitdem wurden durch das Engagement vieler engagierter Menschen große Fortschritte erzielt: Ein grundstück ist gefunden, die Entwürfe und Planungen stehen und der Bauantrag ist gestellt. Um das Großprojekt finanzieren zu können, bedarf es aber weiterhin großer Anstrengungen.

Prominente Unterstützer wie der Graffiti-Künstler Thomas Baumgärtel, der berühmte Schriftsteller und Ehemalige des FEG Jörg Bong, vielen besser bekannt unter seinem Pseudonym Jean-Luc Bannalec, der Schauspieler Oliver Masucci und viele mehr helfen bei der Werbung. Fast 500 Spenden in Höhe von bisher rund 240.000€ zeugen von der hohen Wertschätzung, die das Projekt erfährt.
Ayelen Stoian vom SRC und Lenn Grunewald vom GRC beschrieben die Schwierigkeiten für Ausbildung und Ruderbetrieb ohne Bootshaus. Die Boote liegen im Freien auf einem Rasenstück, das der ARC Rhenus freundlicherweise überlässt. Das Material leidet und es gibt nicht einmal die Möglichkeit, kleinere Reparaturen durchzuführen. Selbst kleinere Schäden oder das Fehlen eines Teils führen so dazu, dass Ruder-Willige wieder frustriert nach Hause fahren, wenn der Mangel oder Schaden nicht behoben werden kann. Valérie Viehoff und Darius Abidi schilderten als Ehemalige das Ruderleben in ihrer Jugend „mit Bootshaus“, wo man sich zur Ausbildung, Organisation von Training und Wanderfahrten sowie geselligen Runden treffen konnte.

Minister Liminski und Oberbürgermeister Déus zeigten ihre Wertschätzung für das Schülerrudern, die selbst organisierte Veranstaltung und die Entwicklung des Bootshaus-Projekts. Beide versprachen ihre persönliche Unterstützung. OB Déus verwies auf die laufenden Haushaltsberatungen und machte keine Hoffnung auf große finanzielle Zuwendungen. Minister Liminski, MdL, der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und als Chef der Staatskanzlei zuständig für Sport und Ehrenamt, schloss mit den Worten „Wir werden einen Weg finden“.
Ein gutes Fazit für die Veranstaltung, wie Hannah Bangard und Ramin Fleckner vom Förderverein für den Schüler-Ruder-Club am Friedrich-Ebert-Gymnasium e.V. feststellten. Das erklärte Ziel: Die „200“- Jahr- Feier in fünf Jahren (125 Jahre GRC und 75 Jahre SRC) wollen die Schüler im neuen Bootshaus ausrichten.

Mehr Informationen zum Projekt des neuen Schüler-Bootshauses gibt es hier:
https://www.rudern-ema-feg.de/