Gespräch unter Freunden: Geistreich für’s FEG

Gespräch unter Freunden: Geistreich für’s FEG

Zugegeben: Ein besseres Wortspiel ist uns nicht eingefallen. Aber letztlich ging (und geht) es ja bei der Initiative „Spirit FEG“ genau darum: Dem FEG noch mehr „Geist“, „Spirit“ einzuhauchen. Wir, die Redaktion von „esprit-feg.de“ haben uns da natürlich besonders gefreut, dass Emily und Jack von der SV sich als zweite Interviewpartner genau die zwei Lehrer gewünscht haben, die die Schatzkiste des FEG Geistes hüten und die vielen Geistesblitze von Schülern, Lehrern und Eltern in Richtung Umsetzung begleiten. Hier also das zweite Interview unserer Serie „Gespräche unter Freunden“, diesmal mit Dr. Christine Raschke und Dr. Ludger Roth. Enjoy!

Zu Beginn starten wir mit ein paar Satzanfängen, um deren spontane Vervollständigung wir bitten.

Am FEG gefällt mir besonders…

Frau Raschke: …dass immer etwas los ist.

Herr Roth : …. das umfangreiche Angebot, das unseren Schülerinnen und Schülern gemacht wird, wie etwa die Möglichkeit neben dem Abitur auch das AbiBac, das IB und das CertiLingua zu erwerben.

Was mich wirklich am FEG nervt: 

Fr. Raschke: …dass immer etwas los ist.

Hr. Roth: Ich lasse mich nicht nerven 🙂

Mein erstaunlichstes Erlebnis am FEG war…

 Fr. Raschke: …dass die Atmosphäre, die Kolleg*innen und die Schüler*innen mich dazu gebracht haben, Lehrerin werden zu wollen!

Hr. Roth: … wie lebendig und „wieviel mehr“ Schule sein kann als „nur“ Unterricht, wenn es so viele engagierte und interessierte Lehrer- und Schülerpersönlichkeiten gibt wie an unserem FEG.

In zwanzig Jahren fällt mir zum FEG bestimmt noch ein, dass…

Fr. Raschke : … in der Schule immer sehr viel los war, dass man schöne Projekte verwirklichen konnte, dass es ein sehr, sehr nettes Kollegium gab und dass die Schüler*innen (zum größten Teil) offen, freundlich und positiv eingestellt waren.

Hr. Roth: … insbesondere die Studienfahrten und Exkursionen mit meinen Oberstufenkursen, ob nach Italien, Griechenland oder auch innerhalb Deutschlands, für unvergesslich schöne und bereichernde Erfahrungen waren. Wie Goethe schon im „Wilhelm Meister“ schreibt: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“

Und nun ein paar konkrete Fragen zu FEG Spirit

Vor bald einem Jahr startete der große Aufruf, unter dem Titel „FEG Spirit“ Ideen für das FEG einzureichen. Was war die Intention und was ist seitdem passiert?

Fr. Raschke & Hr. Roth: Die Initiative kam eigentlich vom Lehrerrat und basierte auf dem Bericht eines Kollegen vom Tag der offenen Tür an einer anderen Bonner Schule, an der er eine sehr gute, identitfikative Atmosphäre wahrgenommen hatte. Man habe das Gefühl gehabt, so sagte er, dass Schüler*innen und Kolleg*innen gerne dort waren, dass sie ein bisschen stolz wären auf die Schule, die einen gewissen „Spirit“ verströme. Wir haben dann bei Schülern, Eltern und Kollegen den Aufruf gestartet, einmal aufzuschreiben, was man an unserer Schule verbessern könne – mit dem Ziel ein ebenso geartetes Schulleben zu schaffen.

Gab es viel Rückmeldung und wie breit gefächert waren denn die Vorschläge?

Fr. Raschke & Hr. Roth: Es gab etwa 400 Antworten, die sehr breit gefächert waren, und die von „späterer Unterrichtsbeginn“ bis „Fassade reinigen“ reichten.

Wie geht man mit einer solchen Fülle von Vorschlägen um? Man kann ja nicht alles gleichzeitig machen und sicher gibt es immer viele Meinungen, was die höchste Priorität haben sollte?

Fr. Raschke & Hr. Roth: Zunächst haben wir die Antworten gesichtet und sie dann vier Kategorien zugeordnet:
Schulgebäude/ Schulhof
– Soziales Miteinander
– Unterrichtsgeschehen
– Organisation, Ausstattung

Daraus wurden dann zwei große Bereiche – „Räumlichkeiten“ und „Digitalisierung“ –, die vom Kollegium als Teil von Schulentwicklungsmaßnahmen weiter bearbeitet wurden.

Innerhalb dieser zwei großen Bereiche haben dann viele interessierte und motivierte Kolleg*innen im Juli 2019 ganztägig konkrete Projekte entwickelt, Arbeitsgruppen gebildet und einen Arbeitsplan zur Realisierung ihres Projektvorhabens entwickelt. Seither arbeiten die Kollegen trotz mancher auftretender Schwierigkeiten (s. nächste Frage) an der Verwirklichung ihrer tollen Ideen.

Außerdem haben, soviel  ich weiß,  parallel zu unseren Aktivitäten, die Eltern ebenso eine Prioritätenliste gemacht. Es steht jetzt aus,  dass wir diese beiden Listen zusammenführen und natürlich auch noch die Ideen der SV, der Schüler*innen miteinbeziehen wollen.

Welche Ideen haben es denn mittlerweile in die „Endrunde“ zur weiteren Ausgestaltung und Umsetzung geschafft?

Fr. Raschke & Hr. Roth: Das sind vier konkreten Projekte:

1. Neue Raumgestaltung (Flurgestaltung und Wandkosmetik)
2. Pausenhallengestaltung
3. Moderne Infrastruktur schaffen
4. Digitalisierung und Medienausstattung

Einige Probleme hat es insbesondere bezüglich der Realisierung des zweiten Projekts gegeben, da der Pausenhallen-um-gestaltung enge Grenzen gesetzt sind. Denn das FEG-Gebäude steht unter Denkmalschutz und das verbietet doch einige grundsätzlich sehr schöne Umgestaltungsideen…

Wie ist das weitere Vorgehen? Können Schüler, Eltern, Lehrer oder der Förderverein unterstützen?

Fr. Raschke & Hr. Roth: Momentan führen wir eine Zwischenevaluation der Projekte durch und fragen auch nach, welche finanziellen Ressourcen für die Realisierung des Projektvorhabens noch veranschlagt werden. Über helfende Hände und finanzielle Unterstützung freuen sich die Projektgruppen sicher sehr.

Wann können wir mit den ersten konkreten Umsetzungen rechnen?

Fr. Raschke & Hr. Roth: Einiges ist ja schon sichtbar, man denke etwa an die Flurverschönerung des Gangs über dem Lehrerzimmer oder im gesamten B-Trakt. Auch bezüglich der Verbesserung der Medienausstattung hat sich bereits einiges getan: so wurden zuletzt neue Beamer angeschafft und Lehrerräume damit aufgerüstet. Aber das ist natürlich erst der Anfang.

Gibt es auch weiterhin eine Möglichkeit, Ideen über FEG Spirit einzubringen? Oder ist evt. eine weitere Runde geplant?

Fr. Raschke & Hr. Roth: Von Philip Rosenthal stammt die kluge Feststellung: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“ Auch Schulentwicklung darf zu keinem Ende kommen, will man die einmal erreichten Qualitätsstandards nicht einbüßen. Daher wird die weitere Runde auf jeden Fall kommen und wir freuen uns über alle neuen Ideen, die unser FEG noch besser machen als es schon ist.

Vielen Dank für das Gespräch! Zum Abschluss wollen wir unseren Interviewpartnern immer gerne das „Geschenk“ machen, sich den jeweils nächsten Interviewpartner für unsere Serie zu wünschen. Von wem würdet Ihr gerne an dieser Stelle demnächst mehr erfahren?

Fr. Raschke & Hr. Roth: … dem Team von „Guter Gesunder Schule“.

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